Digitale Kompetenzen in Fokus

Zweites Steinfurter Forum am Hermann-Emanuel-Berufskolleg

So beginnen Traditionen: Bereits zum zweiten Mal begrüßten Schulleiterin Denise Diehl und Organisator und Lehrer Frank Ludden vom Hermann-Emanuel-Berufskolleg des Kreises Steinfurt kompetente Experten zum „Steinfurter Forum“, einer neuen Plattform für aktuelle Bildungsthemen, bei der es diesmal um digitales Leben und digitales Lernen ging. Durch Expertenreferate und Workshops sollten die knapp 130 teilnehmenden Schüler und Schülerinnen des Beruflichen Gymnasiums befähigt werden, digitale Kompetenzen zu entwickeln. Dabei geht es um sehr viel mehr als nur darum, so Initiator Ludden, sein Smartphone „unfallfrei“ bedienen zu können, gerade in Bezug auf die sich rasant vollziehende Digitalisierung in der Arbeitswelt, mit der Berufsanfänger im besonderen Maße konfrontiert werden. So konnten sich die angehenden Abiturienten  in verschiedenen, von den Medienexperten geleiteten  Workshops praxisnah mit den Chancen und Risiken der digitalen Errungenschaften in der Arbeitswelt, aber auch mit dem Nutzen für den eigenen Lernprozess, auseinandersetzen.

Alle Referenten thematisierten dabei auch die Fallen, die uns die Digitalisierung nicht nur in der Arbeitswelt täglich neu stellt. So sensibilisierten Peter Giesen, der die erfolgreiche Multichannel-Strategie des „scheissladens“, einem On- und Offline- Shop in Wettringen vorstellte, und Jörg Schönwälder, IT-Berater und geprüfter Datenschutzbeauftragter, die Schülerinnen und Schüler vor allem für die Beachtung des Datenschutzes, denn, so Schönwälder, „personenbezogene Daten sind kommerzielles Gold in der heutigen Welt“. Auch Medienpädagoge Johannes Wentzel gab erprobte Tipps, um den digitalen (Berufs-)Alltag kritisch zu meistern und besonnen mit der Weitergabe persönlicher Daten umzugehen. Lehrer und Medienberater Michael Wenzel ließ die angehenden Abiturienten in seinem Workshop durch einen Rollenwechsel vom Lernenden zum Lehrenden praktisch erfahren, wie das eigene Lernen durch den Einsatz mobiler Endgeräte weg von der Fremdsteuerung und hin zu mehr Selbststeuerung und Eigeninitiative verändert werden kann.

Alles in allem, so das Fazit sowohl der Referenten als auch der teilnehmenden Schüler und Schülerinnen, eine sehr gelungene Veranstaltung, aus der viele erprobte Tipps für die (eigene) berufliche  Zukunft mitgenommen werden konnten.

Neben dem Dank an die Medienexperten gebührt auch dem Förderverein unter dem Vorsitz von Erich Overhageböck ein besonderer Dank, so Schulleiterin Diehl in ihren Schlussworten, der diese Veranstaltung finanziell unterstützt hat.